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Antikes Olympia

Olympia.de Know how - Die Spiele der Antike

"Olympia" ... Wo alles begann: Bereits im Jahr 776 vor Geburt Christi wurde der erste Olympiasieger urkundlich erwähnt. Damals fanden die Olympischen Spiele zu Ehren des Gottes Zeus statt. Sie dauerten nur einen Tag und es gab nur eine Disziplin, nämlich den Stadionlauf über 192 Meter.

Die Athleten, zunächst freie Männer und dann auch zunehmend Berufssportler, traten nackt zum Wettkampf an. Der Sieger bekam einen Ölzweig aufs Haupt gesteckt und durfte sich eine Statue aufstellen. Darüber hinaus wurde er, zurück in seinem Heimatort mit Geschenken belohnt und erhielt nicht selten eine lebenslange Rente zugesprochen ... Hier sind durchaus Parallelen zur Gegenwart zu sehen.

In späteren Olympiaden wurde das Programm auf mehrere Tage ausgedehnt und zunächst um den Fünfkampf und äußerst brutale Kampfsportarten erweitert. Besonderen Spaß hatten die Zuschauer an den Pferderennen mit Vierergespann. Nicht selten gingen vierzig und mehr Gespanne an den Start, von denen oft nur einige wenige das Ziel erreichten. Die Sensationsgier war genau dieselbe wie heute auch. Ebenso gab es bereits vor 2000 Jahren Bestechung und andere "moderne Tugenden".

Riesige Megaevents mit coolen Stars...

Unglaublich, aber wahr: Die "Antiken Olympischen Spiele" wurden dann über 1000 Jahre (!) hindurch nahezu kontinuierlich, d.h. alle 4 Jahre veranstaltet (Olympiade). Dagegen zelebrieren wir die sog. "Olympischen Spiele der Neuzeit" erst wenig mehr als 100 Jahre! Stellt Euch vor, dass bereits auch schon zu Lebzeiten von Jesus Christus die Wettspiele stattfanden und es kamen bis zu 50.000 Menschen zusammen, um ihren Göttern zu huldigen und ihre Sieger zu feiern... Das waren auch damals bereits richtige "Megaevents"!

Wir neigen heute dazu, die Menschen von damals als antiquiert und ihre Kunst als verstaubt abzuqualifizieren, jedoch ist jede Generation unserer alten Vorfahren im Kontext ihrer Zeitgeschichte und Kultur ebenfalls so modern und innovativ gewesen wie wir uns heute bezeichnen. Die jungen Athleten, die für die Teilnahme an den Wettkämpfen zugelassen wurden, waren damals ohne Einschränkungen genauso "coole VIPs" wie heute die angesehenen Sportstars.

Die Athleten werden ins Trainingslager berufen
Angesichts der Tatsache, dass damals auch grosse Entfernungen zu Fuß, mit etwas Glück auf einem Pferdewagen zurückgelegt wurden, so waren die Besucher wie die Sportler, Kampfrichter und Priester häufig über viele Wochen unterwegs. Damit sie die An- und Abreise auch inmitten von Kriegsfronten unbeschadet überstehen konnten, war bereits lange vorher von Boten im gesamten griechischen Peleponnes der "Ekecheiria" verkündet worden, ein Waffenstillstands-Abkommen dreier Könige für die Zeit vor und nach den Wettspielen in Olympia.

Insgesamt verbanden sich auf der Spielstätte Sport und Kult, Weihehandlung und Wettstreit. Philosoph Platon ist der Ausspruch überliefert: "Die Götter sind die Freunde der Kampfspiele".
Die Olympischen Spiele der Antike waren insofern kulturell und politisch von unvergleichbar großer Bedeutung. Sie dienten als politisches Forum, da sowohl das Volk als auch Diplomaten und politische Vertreter aus allen Teilen des griechischen Reiches zusammenkamen. Aber dieses über 1000 Jahre gereifte Kulturphänomen fand ein jähes Ende - Im Jahre 393 n. Chr. wurden die letzten Olympischen Spiele gefeiert.

Verbot der kultischen Festival und Vernichtung der Kultur
Im Zuge der Verbreitung des Christentums wurden die Weihespiele als heidnischer Kult kritisiert und kurz darauf vom christlichenKaiser Theodosius I. verboten. Im Jahre 426 n. Chr. wurden auf Befehl seines Nachfolgers, Kaiser Theodosius' II. alle griechischen Heiligtümer, unter ihnen auch die Tempel in Olympia zerstört. Die Kultstätte wurde sprichwörtlich dem Erdboden gleichgemacht. Die Invasionen durch Westgoten, Awaren, Vandalen und Slawen sowie Überschwemmungen des Kladeos, Erdrutsche des Kronos-Hügels und Erdbeben sind der Grund dafür, dass die antike Spielstätte erst 1766 wiederentdeckt wurde, bevor 1875 deutsche Ausgrabungen begannen.

... und an dieser Stelle setzen unsere Online-Recherchen an, deren anschaulichsten Websites wir für Euch zusammengetragen haben:


Zunächst die Übersetzung von originalen Beschreibungen des antiken Olympia durch den griechischen Geschichtsschreiber Pausanias (2. Jhdt. n.C.). Durch seine genauen Schilderungen konnte die Wissenschaftler über 1000 Jahre später dann konkrete archäologische Ausgrabungen betreiben.

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/BeGriRoe/
SO14/Pausan.htm

 

Dazu ein Interview mit dem Archäologen Adolf H. Borbein über die Wiederentdeckung und erste Ausgrabungen des antikes Olympia. Auch diese Quelle ist zunächst keine spektakuläre Onlinepräsenz, aber sie vermittelt uns ein wichtiges Puzzlestück auf dem Weg der Wissenschaftler:

http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2004/08/articles/borbein.html

 

Das virtuelle Museum - ein lehrreiches, audiovisuelles 3D-Projekt der Uni Göttingen. Es ermöglicht einen realistischen Überblick über mehr als 1000jährige Geschichte der griechisch-römischen Bildhauerkunst, u.a. göttliche Statuen aus Olympia. Sehr empfehlenswert!

http://viamus.uni-goettingen.de/fr/sammlung/ab_rundgang/q/03

 

Eine preisgekrönte, virtuelle 3D-Tour durch die Ausstellung "1000 Jahre antikes Olympia" im Powerhousemuseum in Sydney. Dazu muß das Plugin “Zoom Viewer” heruntergeladen werden. (Explorer).... Urteil der Redaktion: Es lohnt sich allemal, denn diese Exhibition im Web macht richtig Spass.

http://projects.powerhousemuseum.com/
ancient_greek_olympics/

 
 

Diese Seite bietet unzählige, raffinierte 360° Ansichten in hoher photografischer Qualität mitten in den heutigen Ruinen Olympias. Die virtuellen Touren bieten Orientierung und Information sowie Fokussierung auf Details (Quicktime reicht aus). Ein echter Tipp für eine fast realistische Reise nach Olympia!

http://www.stoa.org/metis/cgi-bin/qtvr?site=olympia;node=13

 

Uralte Darstellungen der Olympischen Sportarten wie z.B. Boxen, Pferderennen, Fünfkampf, Sprint und Ringen u.a.m. (Text engl.). Eine interessante Seite, die uns heute einen authentischen Eindruck von damals moderner Kunst und den "kommerziellen Fanartikeln" vermittelt.

http://www.perseus.tufts.edu/Olympics/sports.html

 

Hochinteressante Ausgrabungen von "Sportgegenständen" wie Diskus, Stemm- oder Sprunggewichten, etwa 2500 Jahre alt

http://www.culture.gr/2/21/211/21107m/cog/ecog.html

 

Wollt Ihr Genaueres über die göttliche Mythologie und Sagenwelt der alten Griechen wissen, so schaut mal in diesen beiden Werken nach ... es waren sozusagen phantastische Zeiten mit sagenhaften Supermännern und Verwandlungskünstlern!

http://www.geist-oder-materie.de/...
http://www.sungaya.de/...




09.09.2010 - 10:23 Uhr
 
 
 
I. Youth Olympic Games 14. - 26. Aug. 2010
Internationales Paralympic Comitee
Das Logo für Singapur 2010
Die ersten Olympischen Spiele der Jugend (14-18 Jahre) fanden diesen Sommer in Singapur statt. Hier könnt Ihr einige Videoclips vom Event anschauen. Dazu alle Ergebnisse zu allen Sportarten.
 
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